Problemstellung
Du willst tiefere Einblicke in CS2‑Matches, aber bestehende Plattformen liefern nur das Blaue vom Himmel. Genau hier setzt ein eigener Datenkeller an: Rohdaten sammeln, filtern, analysieren – und das ohne Drittanbieter‑Latenz. Auf cs2wettende.com sehen wir, wie schnell Statistiken veralten. Also: Zeit, die Daten selbst zu halten.
Datenmodell planen
Erst das Grundgerüst. Denk an Spieler, Runden, Waffen, Ergebnis‑Flags. Jeder Eintrag sollte einen eindeutigen Primary Key besitzen – zum Beispiel MatchID kombiniert mit Timestamp. Vergiss nicht, dass du später Joins brauchst: Spieler‑Stats ↔️ Map‑Info. Und natürlich: normalisieren, sonst wird das Ganze zum Datenmüll.
Technologieauswahl
PostgreSQL ist mein Favorit – stabil, erweiterbar und hat native JSON‑Support für flexible Felder. Wenn du lieber NoSQL magst, schau dir MongoDB an; da lässt du unstrukturierte Log‑Daten ohne Schemaschlucken hinein. Für den ersten Sprint reicht ein kleiner Docker‑Container, dann skalierst du horizontal.
Warum nicht SQLite?
Nur, wenn du ein One‑Man‑Show‑Projekt startest. SQLite macht‘s leicht, aber sobald du mehr als 10 GB an Match‑Logs hast, gerätst du schnell an Grenzen. Auf Dauer lohnt sich eine echte Server‑DB.
Datenimport automatisieren
Hier kommt das Skript‑Game ins Spiel. Python‑Requests holt die Live‑APIs, Pandas schneidet die Daten zu und psycopg2 pusht alles in die Tabellen. Automatisiere das Ganze per Cron‑Job, damit jede neue Runde sofort im System landet. Und wenn du ein bisschen Speed willst, pack ein async‑Framework wie FastAPI rein.
Abfrage & Analyse
Jetzt wird’s spannend. Mit ein paar cleveren CTEs (Common Table Expressions) kannst du Kill‑Death‑Ratios, Headshot‑Prozente und Map‑Dominanz auf Knopfdruck berechnen. Beispiel: SELECT player, SUM(kills) / NULLIF(SUM(deaths),0) AS KDR FROM stats GROUP BY player ORDER BY KDR DESC. So bekommst du Rankings ohne Zwischenschritte.
Praktischer Tipp
Führe ein Backup‑Schema ein, das jede Nacht ein Snapshot deiner DB in S3 legt. So hast du nie Angst vor Datenverlust, wenn du mal den Server umhaust. Und vergiss nicht: Indexe nur dort, wo du wirklich suchst, sonst rammt die Performance.
Schritt für Schritt: Modell skizzieren → DB aufsetzen → Import‑Pipeline bauen → Abfragen testen → Backup aktivieren. Und jetzt: Nimm das Skript, passe es an deine Lieblings‑API an und lass die Zahlen rollen.

