Regionale Schule Ferdinandshof

Schulprogramm

Vision

Schule sollte für uns ein Ort sein, an dem sich Schüler wohl fühlen und ernst genommen werden.

Sie muss die Möglichkeiten haben, gemeinsam mit anderen Partnern neben der Vermittlung von Basiskompetenzen Interessen von Schülern zu wecken und in verschiedensten Gruppen und Formen Begabungen zu fördern und Defizite auszugleichen.

Nur dadurch kann sie ihrem eigentlichen Ziel, der Vorbereitung auf die Herausforderungen des Lebens, gerecht werden.

1. Ausgangssituation

Unsere Schule wurde 1970 erbaut und Mitte der 90er Jahre von Grund auf saniert,

inklusive aller Fachkabinette und einer neuen Turnhalle. Im Moment ist die Renovierung des inzwischen wieder bedürftigen Schulgebäudes Schwerpunkt.

Das Einzugsgebiet unserer Schule ist groß. Außerdem lernen z.Zt. etwa 60 Schüler aus anderen Bereichen hier. Mit einer aktuellen Schülerzahl von etwa 280 ist lt. Schulentwicklungsplan der Bestand gesichert.

Durch die Änderung der gesellschaftlichen Verhältnisse hat sich auch die soziale und demografische Struktur grundlegend verändert. So gibt es auch Elternhäuser, die wegen hoher Arbeitsbelastung (z.B. weite Wege zur Arbeitsstelle, Überstunden) ihre Kinder nicht mehr optimal betreuen und erziehen können, sowie Elternhäuser, die aufgrund eigener Arbeits- und Perspektivlosigkeit der Entwicklung ihrer Kinder nicht die nötige Aufmerksamkeit schenken.

Dies hat zur Folge, dass weniger Schüler unsere Schule besuchen, der Anteil an förderbedürftigen Schülern mit Verhaltensproblemen und Lernschwierigkeiten aber steigen wird. Diese Entwicklung ist jetzt bereits absehbar. Wir hoffen, dass der längere gemeinsame Unterricht hier einen Motivationsschub für diese Schüler ergibt und versuchen auch mit der Entwicklung von Ganztagsangeboten entgegenzuwirken.

2. Leitsätze

Unsere Hauptaufgabe liegt im Erwerb von Wissen und Kompetenzen, die wir für unsere Zukunft brauchen und nutzen.

Unser Umgang ist von Akzeptanz und Toleranz geprägt.

Gemeinsam mit Partnern gestalten wir ein Netzwerk, um Unterstützung für unsere Arbeit zu erhalten und die Freizeit sinnvoll zu verbringen.

Wir sagen Nein zu Drogen und Ja zu einer gesundheitsbewussten Lebensweise.

Wir erhalten und nutzen Möglichkeiten zur Orientierung in der künftigen Arbeitswelt.

3. Leitziele und Maßnahmen

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Wichtigstes Element ist hierbei guter Unterricht. Er trägt für uns folgende Merkmale:

1. Struktur und Klarheit

   – Stundenbeginn und -ende pünktlich

   – Organisatorisches ausgliedern

   – Stundenziele klar formulieren, Erreichtes zusammenfassen

   – Aufgaben exakt stellen, Zeitvorgaben

   – logischer Ablauf

2. Inhalt und Lernklima

   – Fachdidaktik

   – gute Lernatmosphäre   – gegenseitiger Respekt

                                          – in Sätzen sprechen, ausreden lassen

                                          – Mobbing ahnden

                                          – Anerkennung von Leistungen auch außerhalb von Zensuren

   – klare Lernregeln – vollständige Arbeitsmittel/Hausaufgaben

                                 – auch mündliche Vorbereitung auf die Stunde

                                 – keine Störungen in der Stunde

                                 – Mitarbeit

   – Methodenlernen z.B. Lesen ,Beschreiben, Erläutern, Begründen, Kompetenzansatz

   – Anwendungen und Verknüpfungen mit anderen Fächern nutzen, auf regionale Bezüge  

     achten

   – Teilnahme an schulinternen und externen Schülerwettbewerben

   – Nutzung Neuer Medien (AV, Bücher, PC, Internet)

   – Vermittlung von grundlegenden Kulturtechniken, aber auch

      Frontalunterricht, Schülervortrag, selbstständige Schülerarbeit, Partner- und

      Gruppenarbeit, Projektarbeit,  Stationslernen, Experimente im Methodenwechsel

   – Umgebung  – einheitliches Gestaltungskonzept für Schule

                         – Klassenraum eigenverantwortlich gestalten

                         – technische Ausstattung

3. Bewertung

   – Anforderungen in den Klassenstufen festlegen ( Anhang )

   – Bewertungsmaßstäbe und -kriterien ( Anhang )

   – Bewertung auch von Schülern, Selbsteinschätzung

   – Analyse von Ergebnissen mit Schülern

   – Informationen zum Leistungsstand an die Eltern

  4. Förderung

         – Differenzierung nach Leistungsstand

         – Förderunterricht in Hauptfächern und bei diagnostizierten Bedarfen

         – Förderpläne, Lernpatenschaften, Zusatzaufgaben in individueller Absprache

Um unsere Arbeit dafür weiter zu qualifizieren, müssen wir unsere Planung auch in Zukunft

in Richtung Kompetenzansatz, Verknüpfung von Fächern und neuer Unterrichtsmethoden entwickeln.

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     Zentraler Punkt ist ein vertrauensvolles Miteinander aller Beteiligten an unserer Schule (Vorbildwirkung!).

     Für uns sind folgende Werte von grundlegender Bedeutung:

     – Respekt, Achtung und Gewaltfreiheit

     – Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Ordnung

     – Toleranz und Höflichkeit

     – Ehrlichkeit und Kritikfähigkeit, auch Selbstkritik

     – Hilfsbereitschaft

     Die Vermittlung dieser Werte erfolgt immanent während des gesamten Schulbetriebes. Hervorzuheben sind aber auch folgende Bereiche:

     –  Klassenleiterstunden

     –  Wandertage und Klassenfahrten

     –  Projekte zu Sozialkompetenzen und zur Gewaltprävention (z.B. auch Schlichtergruppen)

     –  Integration und Förderung benachteiligter Schüler

     –  Gestaltung von Schülerradio und Aufsichtsführung durch Schüler

     –  zeitnahe und sachliche Klärung von Problemen mit allen Beteiligten

     –  Zusammenarbeit mit Nachbarschulen und externen Partnern

     –  Gestaltung des Schulgebäudes

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 Wir wollen unsere Schule als kulturelles Zentrum mit positivem Lernklima in Verbindung mit anderen Beteiligten und Trägern gestalten.

    Hier ist die Ausgestaltung der Ganztagsschule ein wichtiger Motor. Hier bieten wir z.B. an:

  • Projekte zur Rolle von Ernährung und Sport zur Gesunderhaltung,  zum Umgang mit

         Drogen und Alkohol und zur Ersthelfer-Ausbildung

  • Stunden zur individuellen und Gruppenförderung im Bereich Wissen und Kompetenzen sowie Stützstunden für Hausaufgaben
  • Stärkung der sozialen Kompetenzen durch Klassenstunden und Beratungsstunden
  • Projekte zur Schulidentifikation wie Gestaltung des Schulhofes und Schulgebäudes

sowie Betreuung der Homepage

  • weitere Projekte mit Kooperationspartnern

 Wir arbeiten als gebundene Ganztagsschule, da sie uns ermöglicht, den Tagesrhythmus

besser an die Bedürfnisse der Schüler anzupassen, an der Gestaltung der Freizeit der Schüler zu arbeiten, ihnen den Stellenwert derselben deutlich machen  Außerdem ist dann auch eine Einflussnahme auf die Lebensweise der Schüler möglich. 

Die Zusammenarbeit mit Eltern besteht momentan:

  • im intensiven und zeitnahen Austausch von Informationen zum Entwicklungsstand des Schülers oder bei Problemen,
  • in der Durchführung von Veranstaltungen wie Elternversammlung oder Elternsprechtage und
  • punktueller Beteiligung der Eltern bei klasseninternen und gesamtschulischen

Entscheidungen und Veranstaltungen sowie bei Unterrichtsprojekten.

Wir möchten eine höhere Beteiligung der Eltern bei der Unterrichtsgestaltung erreichen. So sollen Eltern ihre praktischen Erfahrungen, z.B. aus der Berufswelt, einbringen, aber auch bei Projekten wie gemeinsamen Sport/Kulturveranstaltungen oder AGs einbezogen werden.

Außerdem wollen wir die Teilnahme von Eltern an Beratungsveranstaltungen zu Themen des 

täglichen Umgangs mit Kindern und Jugendlichen z.B. zum Umgang mit Alkohol- und Drogenproblemen  oder Lernproblemen bei Schülern erhöhen.

Auch über allgemeine wie schulinterne Festlegungen zur Organisierung des Bildungs- und Erziehungsprozesses an unserer Schule werden wir die Eltern regelmäßig bzw. bei Bedarf schriftlich informieren (Elternbriefe).

Die Schüler werden in alle für sie wichtige Entscheidungen einbezogen. Sie haben jederzeit

die Möglichkeit, an von ihnen ausgewählte Personen wie Schulleiter, Klassenleiter oder auch Vertrauenslehrer Anfragen zu stellen oder Probleme anzusprechen.

Fast alle unsere Schüler betätigen sich außerunterrichtlich in Vereinen oder anderen

Trägern von Jugendarbeit. Es gibt Kooperationsverträge z.B.mit dem Natur- und Jugendzentrum   Ferdinandshof, der Musikschule Uecker-Randow, dem JRK, dem Zerum Ueckermünde, den Sportvereinen sowie den Feuerwehren.

Hier gibt es  gemeinsame Veranstaltungen, die Schule nutzt Angebote und Erfahrungen für Unterrichtsprojekte, im Gegenzug ist es den  Vereinen auch möglich, sich zur Nachwuchs- gewinnung zu präsentieren und auch Schüler für Wettkämpfe oder ähnliche Veranstaltungen von der Schule freistellen zu lassen. Eine zeitliche Ausdehnung der schulischen und Vereinsangebote auf den Nachmittag sowie die Schaffung von schulischen Höhepunkten bieten die Chance, enger, kontinuierlicher und bedürfnisorientierter zusammen zu arbeiten, das  Gemeinschaftsgefühl weiter zu entwickeln und kulturelle Bedürfnisse wecken.

 Zwischen den Schulen in Ferdinandshof gibt es Partnerschaften, die sich in gemeinsamen Veranstaltungen wie Nikolausmarkt oder Sportfest, aber auch Gruppenprojekten und Erfahrungsaustausch der Kollegen äußern.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit werden wir wieder mehr Kontakt zur Presse herstellen

und unsere Schule in einem Flyer aber auch in Kalendern sowie im Internet präsentieren.

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Wir wollen der gesellschaftlichen Tendenz zur Übergewichtigkeit und zum Drogen- und Alkoholmissbrauch entgegenwirken. Dazu dienen folgende Vorhaben:

–  Projekte zur gesunden Ernährung, u.a. im Wahlpflicht- und GTS-Bereich, Einbeziehung der Schülerversorgung

–  Projekte zu Drogen- und Alkoholmissbrauch für Schüler, aber auch für Eltern ( Aufklärung u.a. mit Betroffenen, Selbsttest zur eigenen Gefährdung )

–  Baby-Eltern-Projekt

–  Stärkung des Bewegungsbereiches durch zusätzliche Sportangebote im GTS- Bereich und in Kooperation mit den Vereinen, aber auch gemeinsame Projekte wie  Sportfest der Schulen und Sporttag Verein-Schule

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Hier sollen zunächst im Unterricht sowohl Vertreter von Arbeitagentur und Sozialversicherern, aber auch ortsansässige Unternehmen für kompetente Einblicke in die Anforderungen der Wirtschaft, den Ablauf der Bewerbungsverfahren und regionale Besonderheiten sorgen.

Im Rahmen der GTS werden handwerkliche und informations-technische Kompetenzen geschult

Darüber hinaus wollen wir mit dem Verein „Schüler fit für die Wirtschaft“ und den ortsansässigen Unternehmen ein Netzwerk aufbauen, um weitere Angebote zur Einblicknahme in Berufsfelder und Arbeitsorganisation z.B. im Rahmen Betriebspraktikum oder Betriebsbesichtigungen unterbreiten zu können.